Messbereich 5.6 – Westgrenze

Louisenlund

Bild 38: Schloß Louisenlund geschützt von perfekt intaktem Schilfufer

1772-76 für den Klimawandel hoch genug gebaut, diente es als Sommersitz des Statthalters des Dänischen Königs Karl von Hessen-Cassel, der mit der Tochter des Dänischen Königs Louise verheiratet war und die Interessen von Dänemark im (eigentlich unabhängigen Herzogtum S.-H.) vertrat. Das Herzogtum S.-H. hatte derzeit versucht, eine große Nummer in Europa zu spielen mit Flotte und stehendem Heer, finanziert durch den Spanienhandel. So wurden geschickt Niederländische Differenzen ausgenutzt, um mit Friedrichsstadt billig (nein umsonst) an einen Nordseehafen zu kommen. Einen richtigen Kanal konnte man sich derzeit nicht leisten. All diese Pläne scheiterten und das Herzogtum wurde zur Randmacht.

Das jetzt folgende Gelände reicht bis zum Beginn des Messgebietes 5.6, der Fleckebyer Bucht/Weseby/ Missunder Wald/ Kielfoot. Es gehört der Stiftung Louisenlund, ehemals dem Prinzen von Schleswig- Holstein(Sonderburglinie) und wurde als Landsitz für den Statthalter von Dänemark gebaut. Der Schloßpark ist von bedeutender Architektur.

Auf dem Weg von Borgwedel nach Louisenlund begleitet ein Bach parallel den Weg. Er plätschert über kleine und große Steine als solle er den Begriff Bach als Metapher für die Deutsche Seele darstellen – einfach wunderschön.

Mit dem Messpunkt Eichengraben (Messpunkt 4.2) – es steht dort eine prächtige Eiche – mündet dieses Rinnsal in die Schlei.

Dies Rinnsal führte weniger Wasser als das Betonrohr „Slipgraben“. 20 Meter weiter fanden wir einen im Juni trockengefallenen Graben. Wir fanden keine weiteren Einleitungen im Messgebiet 5.6 fragten uns aber, wo die großen Mengen Dachwasser und Versiegelungsflächenwasser bleiben. Wir nehmen an, diese laufen ins geplante Messgebiet 6.

Bild 39: Steganlage Louisenlund

Bild 40: Schilfufer zum Eingang der Fleckebyer Bucht, ehemals Salzwiesen, jetzt verschilft, intakte Schilfufer in die Wiese eingewandert